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Karibische Staatsbürgerschaft durch Investition: St. Kitts, Dominica und Grenada im Vergleich
Karibik · 9 Min.

Karibische Staatsbürgerschaft durch Investition: St. Kitts, Dominica und Grenada im Vergleich

Die drei wichtigsten karibischen CBI-Programme 2025 im Vergleich: SISC-, EDF- und NTF-Beiträge, Stärke der Pässe, Bearbeitungszeiten, Interviews, Due Diligence und versteckte Risiken.

OWT

Team von One Way Ticket

Karibische Programme für Staatsbürgerschaft durch Investition (CBI) sind der schnellste legale Weg zu einem zweiten Pass: 4–9 Monate, keine Wohnsitzpflicht und visafreier Zugang zum Schengen-Raum. 2024 unterzeichneten fünf Inselstaaten – Antigua und Barbuda, Dominica, Grenada, St. Kitts und Nevis sowie St. Lucia – ein Memorandum über einen einheitlichen Mindestpreis von 200.000 $ (gültig seit 30. Juni 2024). Der Markt ist seitdem erwachsener geworden: Pflichtinterviews, verschärfte Due Diligence und keine „Maklerrabatte“ mehr. Wir vergleichen die drei wichtigsten Programme 2025.

Karibischer Strand
Karibische Pässe ermöglichen die visafreie Einreise in 140–155 Länder

So funktioniert Staatsbürgerschaft durch Investition

Das Prinzip ist überall gleich: Der Antragsteller zahlt einen nicht rückzahlbaren Beitrag in einen Staatsfonds oder kauft eine genehmigte Immobilie, durchläuft eine Zuverlässigkeitsprüfung und erhält die Staatsbürgerschaft für sich und seine Familie. Direkt einreichen können Sie nicht – nur über einen lizenzierten Agenten, der bei der örtlichen CIU (Citizenship by Investment Unit) akkreditiert ist.

  • Pflichtinterview (online oder persönlich) für alle Antragsteller ab 16 Jahren – seit 2023 ohne Ausnahmen
  • Due Diligence: 7.500–10.000 $ für den Hauptantragsteller plus Gebühren für erwachsene Familienangehörige
  • Keine Wohnsitzpflicht – eine Reise auf die Inseln ist nicht erforderlich
  • Doppelte Staatsbürgerschaft ist in allen drei Ländern erlaubt
  • Bearbeitungszeit: 4 bis 9 Monate, je nach Programm

St. Kitts und Nevis: das älteste Programm der Welt

Das Programm besteht seit 1984, gilt als Branchenstandard und bietet den stärksten Pass der drei: rund 155 visafreie Ziele, darunter Schengen, Großbritannien, Hongkong und Singapur. Nach der Reform 2023 beginnt der Basisbeitrag zum Fonds SISC (Sustainable Island State Contribution) bei 250.000 $, genehmigte Immobilien bei 400.000 $. Dafür erhalten Sie erstklassige Reputation: St. Kitts wählt Antragsteller am strengsten aus und wahrt seinen Ruf als „Platinstandard“ unter den CBI-Programmen.

Dominica: das kleinste Budget

Der günstigste Einstieg: Beitrag zum Fonds EDF (Economic Diversification Fund) von 200.000 $ für eine Einzelperson und rund 250.000 $ für eine vierköpfige Familie; Immobilien ebenfalls ab 200.000 $. Der Pass öffnet rund 145 Ziele, darunter Schengen und China – mit einem wichtigen Vorbehalt: Seit Juli 2023 verlangt Großbritannien von Staatsbürgern Dominicas ein Visum. Die Bearbeitung dauert einschließlich Pflichtinterview 6–9 Monate.

Grenada: die einzige Brücke zum US-Visum E-2

Beitrag zum Fonds NTF (National Transformation Fund): 235.000 $ für eine Familie mit bis zu vier Personen, Immobilien ab 270.000 $. Grenadas Trumpf ist einzigartig: Es ist das einzige karibische CBI-Land mit einem E-2-Abkommen mit den USA. Staatsbürger Grenadas können also ein Unternehmen in den USA gründen und mit ihrer Familie über das Investorenvisum E-2 dort leben. Dazu kommen visafreie Einreise nach China und die weiterhin visafreie Einreise nach Großbritannien.

Reisepässe und Tickets
Ein zweiter Pass ist eine Versicherung für Ihre Mobilität – die Wahl richtet sich nach den Zielen der Familie

Der Vergleich in Zahlen

  • St. Kitts und Nevis: Beitrag ab 250.000 $ • ~155 Länder ohne Visum • Großbritannien ✓ • Dauer ~6 Monate
  • Dominica: Beitrag ab 200.000 $ • ~145 Länder • Großbritannien ✗ • Dauer 6–9 Monate
  • Grenada: Beitrag ab 235.000 $ • ~145 Länder • Großbritannien ✓ • E-2-Abkommen mit den USA • Dauer 6–9 Monate
  • Immobilien: St. Kitts ab 400.000 $, Dominica ab 200.000 $, Grenada ab 270.000 $

💡 Arbeiten Sie nur mit Agenten, die von der jeweiligen CIU lizenziert sind – die Listen stehen auf den offiziellen Websites der Programme. Jedes Angebot „unter dem offiziellen Minimum“ führt seit dem Memorandum von 2024 direkt zur Ablehnung und zum Verlust der Anzahlung.

Risiken, über die Makler schweigen

Das größte Risiko ist geopolitisch: Die EU und Großbritannien stellen die Visafreiheit für CBI-Länder regelmäßig infrage, und die Programme müssen sich verschärfen, um sie zu behalten. Update 2026: Seit Anfang 2026 haben die USA die Vergabe mehrerer Visaarten an Staatsbürger Dominicas sowie Antigua und Barbudas eingeschränkt. Die Preise haben sich in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt und können erneut steigen. Und schließlich wird die Staatsbürgerschaft bei falschen Angaben im Antrag entzogen – auch noch nach Jahren. An der rechtlichen Prüfung der eigenen Akte zu sparen, ist daher die schlechteste denkbare Investition.

Einen karibischen Pass kaufen Sie einmal, er wirkt jahrzehntelang. Wählen Sie das Programm nach Ihrem Ziel, nicht nach dem Preis: Grenada für Amerika, St. Kitts für die Passstärke, Dominica für das Budget.

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